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CAMPI DELLA LEGALITÀ 2015

September 13, 2016
campi

Ein Erfahrungsbericht

Im Juli 2015 fuhren einige Mitglieder von Diverkstatt nach Pentedattilo in Kalabrien zu den Campi della Legalitá. Das ist ein Antimafiaprojekt bei dem die Freiwilligen vor Ort mit helfen, Güter instand zu halten, die der Mafia vom Staat enteignet und sozialen Initiativen zur Nutzung im Sinne des Allgemeinwohls zur Verfügung gestellt wurden. Eine Woche lang hatten wir die Möglichkeit, aktiv am Widerstand gegen die Mafia teilzunehmen und in Gesprächen und Begenungen eine Menge zu lernen. Anna Gius hat am Ende der Woche ihre Gefühle über diese Erfahrung aufgeschrieben.

“Solo chi ha paura ogni giorno muore. Chi non ha paura muore una volta sola” (Zitat aus einem Lied, das beim Gedenkmarsch für die Opfer der Mafia gesungen wurde)
Dieser Satz Spiegelt sehr gut wieder, welches Gefühl ich von den Campi der Legalità mit nach Hause nehme. Es ist ein Gefühl von Freiheit und Stärke. Ich denke, dass es mich verändert hat, die Erfahrungen zu machen, die ich hier machen durfte. Es war schön unter Freunden über wichtige, aktuelle Themen zu reden, zu reflektieren und zu debattieren. Ich habe sehr sehr viel gelernt und viele Momente haben mich auch sehr berührt. Die Möglichkeit meinen Teil beizutragen zu diesem Projekt und zur Vision, dass sich die Gesellschaft ändern kann, hat mich glücklich gemacht. Diese Erfahrung mit anderen jungen Menschen zu teilen war noch schöner. Nach Hause fahre ich mit einem weinenden Auge, über die schöne Zeit, die vergangen ist. Und mit einem lachenden Auge, weil die Campi della Legalità eine unvergessliche Erfahrung waren. Was ich im Herzen mitnehme ist das Glück, Teil von etwas Wichtigem und Richtigem zu sein und die Kraft und den Wille, etwas in der Welt zu verändern, Platz einzunehmen und trotz Angst für meine Ziele zu kämpfen. Ich weiß jetzt, dass ich nicht allein bin mit meinen Zielen, dass wir alle gemeinsame Ziele haben, dass niemand allein ist und dass Widerstand möglich ist – auch in Anbetracht eines so großen Gegners wie der Mafia. Wichtig ist, dass wir zusammen daran arbeiten. – Anna Gius am 26. Juli 2015